Big Brother Awards 2010

Big Brother Awards – Alle Nominierungen – Name them, shame them

Schon von Anbeginn 1998 in London standen die „Big Brother Awards“ unter
dem Motto „Name them, shame them“ („Nennt sie beim Namen und stellt sie
an den Pranger“).

Am 25. Oktober um 20 Uhr im Rabenhof Theater wird es wieder so weit
sein. Noch müssen die Nominierten bangen, wen der gestrenge Blick der
Jury treffen wird; welche Nominierung als besonders verwerflich befunden
wurde.

n den Kategorien des öffentlichen Sektors geht es zumeist um den Schutz
des Bürgers vor sich selbst – ein Ziel das sich nur erreichen lässt,
wenn alle Hülle gefallen sind – nur heißt der Gläserne Mensch nun
Transparenter Bürger, der nichts zu verbergen hat – soll doch jeder
wissen was man am Konto hat, oder wohin man gerade auf der Autobahn
fährt. Wo Diskussionsverbote ausgesprochen werden sind Zensur und
Internetsperren nicht weit.

In der Kategorie „Politik“ sind nominiert:

– Christian Felber, [Attac]:
Weg mit dem Bankgeheimnis
– Josef Pröll [ÖVP]:
Transparente Bürger, intransparente Politik
– Erwin Pröll [ÖVP]:
Klimpern auf dem Sicherheitsgefühlsklavier
– Josef Ostermayer [SPÖ]:
Nachrichtenobergrenzen und Diskussionsverbote

In der Kategorie „Behörden und Verwaltung“ sind nominiert:

– Christian Kollmitzer [FH Technikum Wien]:
Ethisch korrekte Forschung für den Polizeistaat der Zukunft
– Seine Exzellenz William C. Eacho, Botschafter der USA in Wien:
Wertlose Visa
– Cecilia Malmström, EU-Kommissarin [Inneres]:
für die Tragikomödie „Zensilia hinter den Stopptaferln“
– Staatssanwaltschaft Wien:
Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren

Datenkraken werken lieber im Dunkeln – beim Versuch unsere Daten, unsere
Privatsphäre auszuspähen. Nur noch wenige Tage bis der Entscheid der
Jury vorgestellt wird, und das grelle Licht der Scheinwerfer die
Öffentlichkeit auf diese Vorgänge lenkt.

In der Kategorie „Kommunikation und Marketing“ sind nominiert:

– Daniel Goldscheider, [Lottelo]:
Web-2.0-Datensozialporno mit 0900er Nummern
– Lexmark:
Dein Drucker, dein Spion
– T-Mobile Austria:
Big Brother Netzbetreiber stellt sich dumm
– Apple:
Das iPhone als Bewegungssensor

In der Kategorie „Business und Finanzen“ sind nominiert:

– Harald Pichler:
Spitzelpädagoge der Kärntner Trafikanten
– Gudrun Höfner, GF ITworks:
Gemeine Datenabzapfung bei Langzeitarbeitslosen
– Fremdenverkehrs GmbH & CoKG Zell am See:
Datenschutzgesetz? Uns doch egal!
– Versicherungsverband Österreich:
Perfide Abpressung von Patientendaten

Der vollständige Text der Jury steht online:
http://www.bigbrotherawards.at/2010/Nominierungen

Wie auch in den Jahren davor, besteht für alle Nominees die Möglichkeit,
einer Stellungnahme beliebigen Umfangs auf der Website. Diese wird
sofort nach Eintreffen direkt beim jeweiligen Nominierungstext
kommentarlos von uns veröffentlicht.

All jene, die sich nicht alles gefallen lassen wollen, haben noch bis
zur Gala am 25. Oktober die Möglichkeit ihren Unmut bei der Volkswahl
auf http://www.bigbrotherawards.at kundzutun.

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